Tiere

Laut Kirche Wesen ohne unsterbliche Seele

Der »Kirchenlehrer« Thomas von Aquin erklärte Tiere zu Geschöpfen, deren „Seelen“ mit ihrem Tod ebenfalls zugrunde gehen; juristisch letztlich zu bloßen „Sachen“, die keine Empfindung wie der Mensch haben können.

Im Katholischen Katechismus werden Tiere bis heute so betrachtet: Der Mensch dürfe sich laut Vatikankirche »der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. … Medizinische und wissenschaftliche Versuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig …« (Nr. 2417)
An anderer Stelle (Nr. 2418) wird erklärt, man dürfe Tieren »nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt«.

Das Ergebnis dieser Katechismus-Moral: Jedes Jahr werden allein in Deutschland 1,5 Millionen Tierversuche, meist mit tödlichem Ausgang, durchgeführt (Der Spiegel, Nr. 40/1999), weltweit etwa 800 Millionen. 250 Millionen Tiere werden jährlich weltweit über weite Strecken unter teilweise grausamen Bedingungen transportiert, 14 Millionen auf dem Gebiet der Europäischen Union. Weitere Millionen Tiere vegetieren unter erbärmlichen Bedingungen in industrieller Massentierhaltung ihrem Tod im Schlachthaus entgegen. All dies ist nicht zuletzt auch auf diese gefühllose Haltung der Kirchen zurückzuführen, die dagegen nie Einspruch erhoben.

Auch die lutherische Kirche bezieht in diesem Sinne Stellung, wenn auch nicht so klar ausformuliert. Sie beruft sich, wie die katholische, auf die Bibel, wo – vor allem im 3. Buch Mose = Leviticus – haarsträubende Einzelheiten darüber nachzulesen sind, wie die Priester Tiere schlachten und deren Blut am Altar verspritzen sollen, angeblich »zum beruhigenden Duft für den Herrn«.

Neues Testament

Leider geht es den Tieren im Neuen Testament nicht besser, im Gegenteil. Während im AT wenigstens einige Tiere (z. B. Schweine) aus kultischen Gründen geschützt sind, lehrt Paulus: „Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das esst.“ (1. Korinther 10, 25)

Und der 2. Petrusbrief vergleicht „Irrlehrer“ mit „unvernünftigen Tieren, die von Natur dazu geboren sind, dass sie gefangen und geschlachtet werden“, so die Meinung des Briefeschreibers, der laut Kirchenlehren angeblich „Gottes“ Wort verfasst haben will. In Wirklichkeit steckt dahinter der Kirchen-Götze. (2. Petrus 2, 12)

PS: Jesus von Nazareth erkannte die Intelligenz der Tiere. Er war ihr Freund und ernährte sich vegetarisch. Die Belege dafür finden sich in außerbiblischen Evangelien (z. B. Ebionäer-Evangelium).
Siehe auch: https://theologe.de/jesus_freund-der-tiere.htm