Menu

Ständige Kriege

Die Machtpolitik der Päpste als Kriegsursache

Das Papsttum trägt an zahlreichen der in Europa durch alle Jahrhunderte geführten Kriege eine erhebliche Mitschuld. Abgesehen von den Kreuzzügen, zu denen die Päpste direkt aufriefen, betätigten sich die selbsternannten »Stellvertreter Christi« auch sonst ständig als Kriegstreiber. Die Kirche hetzte die Byzantiner gegen die Ostgoten und Vandalen, die Franken gegen die Langobarden, die Staufer gegen die Normannen und umgekehrt, die Welfen gegen die Waiblinger – und im 11. Jahrhundert die eigenen Bischöfe gegen die deutschen Kaiser.

Deutschland fiel durch die Intrigen des Papsttums von einem Bürgerkrieg in den nächsten; das Land wurde ebenso verwüstet wie später im Dreißigjährigen Krieg (vgl. Deschner: »Kriminalgeschichte des Christentums«, Bd. 6). Auch der Dreißigjährige Krieg wäre ohne die Machtpolitik der Kirche wohl kaum ausgebrochen.

Der „heilige“ Augustin, der „große“ Kirchenlehrer, rechtfertigte den Krieg mit den Worten: »Was hat man denn gegen den Krieg? Etwa dass Menschen, die doch einmal sterben müssen, dabei umkommen?«

Ein Beispiel von vielen: Papst Innozenz III

Innozenz III Unerbittlicher Verfolger von Abweichlern

Innozenz galt als unerbittlicher Verfolger Andersdenkender, vor allem der Urchristen. Er sorgte für die Vernichtung der Katharer und anderer Häretiker in allen päpstlich kontrollierten Staaten. Unter der Führung von Simon von Montfort erfolgte der Albigenserkreuzzug 1209, wobei die Kirche auf Innozenz‘ Geheiß die Organisation übernahm. Die „Häretiker“ sollten der päpstlichen Linie folgen oder exkommuniziert werden. Dies war das Vorspiel der 1233 eingerichteten blutigen Inquisition.

 

Auch Martin Luther ruft zum Krieg auf

Martin Luther rief zum Krieg gegen die Bauern auf: »Steche, schlage, würge hier, wer da kann.« (zit. nach Hans-Jürgen Böhm, »Martin Luther – ein Mythos zerbricht«, S. 93). Der Aufstand der Bauern wurde im Blut erstickt. Luther hat daran einen erheblichen Anteil.

 

Vatikan ist mitschuldig an den Weltkriegen

Noch im 20. Jahrhundert drängte der Vatikan Österreich-Ungarn zu einem harten Durchgreifen gegenüber Serbien – was 1914 mit zum Ersten Weltkrieg führte. Im Zweiten Weltkrieg: siehe Kroatien. Und der Vatikan unterstützte sämtliche faschistischen Diktatoren Europas im Kampf gegen den »Bolschewismus«. Der Papst hat weder den Katholiken Adolf Hitler exkommuniziert noch dagegen protestiert, dass auf den Koppelschlössern deutscher Soldaten »Gott mit uns« stand.