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Steuerzahler

Kirchen: Hunderte von Milliarden Euro an Rücklagen

Auch die Steuerzahler müssen im weiteren Sinn zu den Opfern der Kirchen gezählt werden. Wem ist schon bekannt, dass die beiden großen Kirchen in Deutschland nicht nur ca. 12 Milliarden Euro an (vom Staat eingezogene) Kirchensteuern, sondern mindestens 20 Milliarden Euro an Subventionen und Steuerbefreiungen erhalten, die dem allgemeinen Steueraufkommen des Staates verloren gehen? Alle Bürger, gleich welcher Konfession, müssen beispielsweise die Besoldung der katholischen und evangelischen Religionslehrer bezahlen (eine Art Kindermission auf Staatskosten), sowie die theologischen Fakultäten mit ihrer Priester- und Pfarrerausbildung, die Gehälter von Bischöfen, Landesbischöfen, Domkapitularen usw., verpackt in einem pauschalen Gesamtzuschuss des Bundesländer in Höhe von über 500 Millionen Euro im Jahr. Ebenfalls vom Staat bezahlt werden die Militärgeistlichen.

Diese halbe Milliarde wird damit begründet, dass es sich hier um so genannte „Entschädigungen“ handle, die alle deutschen Bundesländer noch immer für angebliche Enteignungen aus der napoleonischen Zeit zahlen müssen. Das entspricht jedoch überhaupt nicht den historischen Fakten. (Näheres hierzu: https://stop-kirchensubventionen.de/petition/)

Dass die Kirchen ihren Besitz über Jahrhunderte durch Erbschleicherei, Urkundenfälschung, Auspressung der Landbevölkerung mit dem Kirchenzehnt, durch Beschlagnahmung des Vermögens der verurteilten »Ketzer« und »Hexen« zusammenrafften, scheint dabei die Politiker nicht zu interessieren. Kein Politiker fragte bisher nach einem Nachweis, wie das damalige Vermögen der Kirchen in der Feudalzeit im Einzelnen zustande kam, zum Beispiel, indem sie die Hinrichtungsurkunden oder die Hinrichtungsprotokolle von Kritikern vorlegen mussten, die auf Betreiben der Priesterkaste ermordet wurde und dessen Vermögen auf die Kirche überging. Sie dazu auch die Untersuchung Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld.


Auch heute noch sind die Kirchen in Deutschland die größten nicht-staatlichen Grundbesitzer und verfügen über Hunderte von Milliarden an Rücklagen. Die Situation in Österreich und in der Schweiz ist im großen und ganzen ähnlich.

Milliardenschwere Kirchensubventionen im Überblick

Konfessioneller Religionsunterricht in doppelter Ausfertigung (katholisch und evangelisch) an allen Schulen lt. Bund für Geistesfreiheit Augsburg, 21.7.2018   6,50 Milliarden Euro
Ausbildung der kirchlichen Theologen an den staatlichen Universitäten und Unterhalt kirchlicher Fachhochschulen lt. Bund für Geistesfreiheit Augsburg, 21.7.2018   0,85 Milliarden Euro
Kirchliche Ersparnis durch Einzug der Kirchensteuer durch Staat, Arbeitgeber und Banken **   1,94 Milliarden Euro
Denkmalpflege (nur Anteil von Bund und Ländern) lt. Bund für Geistesfreiheit Augsburg, 21.7.2018   0,47 Milliarden Euro
„Seelsorge“ bzw. Mission in öffentlichen Einrichtungen (Militär, Polizei, Gefängnis, Anstalten) lt. Bund für Geistesfreiheit Augsburg, 21.7.2018   0,09 Milliarden Euro
Weitere Staatszuschüsse aufgrund von Konkordaten und Kirchenverträgen (inklusive Finanzierung der Gehälter von kirchlichen Amtsträgern, der Pensionen z. B. von Bischof Mixa und von allen anderen, Kirchliche Hochschule Eichstätt u. ä.), so genannten „Dotationen“   0,54 Milliarden Euro
Zahlungen der über 11.000 Kommunen in Deutschland sowie der Landkreise und Bezirke (vorsichtig geschätzt; der BfG Augsburg schreibt von einer „Veranschlagung“ von alleine drei Milliarden bei den Kommunen)   3,00 Milliarden Euro
Ausgaben öffentlicher Rundfunkanstalten für kirchliche Sendungen   0,28 Milliarden Euro
Zuschüsse an kirchliche Hilfs- und Missionswerke   0,19 Milliarden Euro
Zuschüsse zur kirchlichen Kultur   0,02 Milliarden Euro
Sonstiges (z. B. Orden, Kirchentage, Stiftungen)   0,09 Milliarden Euro
Weitere Zahlungen, wie z. B. Zuschüsse für kirchliche Stellen im Rahmen des Bundesfreiwilligendientes und vieles mehrunbekannt  
Direkte Subventionen ca. 13,97 Milliarden Euro
Gesamt 1) und 2)ca. 20,60 Milliarden Euro