Rückmeldungen




Leserbriefe und e-Mails
Unterstützung

Kirchenaustritt: Das absolut Richtige
Ich bin 28 Jahre alt und schon mit 18 Jahren aus der Kath. Kirche ausgetreten - damals allerdings vor allem, um meinem unerträglichen Religionslehrer eins auszuwischen. Seitdem mir aber »Der gefälschte Glaube« von Deschner in die Finger gekommen ist, weiß ich, dass ich damals das absolut Richtige getan habe... Nun bin ich im Rahmen einer Internet-Recherche auf Ihre Seite gestoßen. Da ich selbst Würzburger bin, ist sie mir natürlich besonders aufgefallen... Ihr Unterfangen erscheint mir absolut nachvollziehbar und (wenn man so will) gerecht, wenn auch (leider!) in diesem Deutschland (und v.a. in Bayern) völlig aussichtslos. Trotzdem würde es mich freuen, wenn Sie mir einige Informationen über Ihre Initiative zukommen lassen würden. Bis dahin viel Erfolg!
G. K., Würzburg



Gegen die Machtlosigkeit
Es ist schön, dass es doch so viele Gleichgesinnte gibt, denn allein ist man in einer solchen Situation machtlos.
M. W. (hat Kontakt zu einen Priester, der aus der Kirche aussteigen will und Repressalien ausgesetzt ist)



Kirchengeschichte: »Dreckfass ohne Boden«?
Ich kann das auf diesen Seiten Geschriebene und Geforderte nur unterstreichen. Obwohl ich mich schon länger mit den Greueltaten der Kirche beschäftige, stoße ich immer wieder auf neue erschreckende Fakten. Man muss sich immer mehr die Frage stellen, ob die in unseren Breiten ca. 1500jährige Geschichte des Christentums ein Dreckfass ohne Boden ist, aus dem sich immer wieder neue Scheußlichkeiten zu Tage fördern lassen.
A. L., Klagenfurt (Österreich)





Muss ich jetzt auf den Scheiterhaufen?
Ich bin durch Zufall auf Ihre Seite gekommen und muss sagen, dass ich dem, was dort steht, nur zustimmen kann. Die Kirche ist die größte legale Sekte, die ich kenne. Ich bin aus diesem Verein schon ausgetreten und würde gerne eine kleine Spende geben, damit Ihre Aktion zur Vollendung kommt.
R. B. (bin ich jetzt ein Heide und muss auf den Scheiterhaufen?)



Auch wir leiden unter der Kirche
Wie schon am Telefon gesagt, bitten wir Sie um die Freundlichkeit, uns Unterlagen Ihrer Initiative »Mahnmal Kirchenopfer« zu senden. Wir gehören auch zu denen, die unter den Kirchen zu leiden haben. Ich bin sehr gespannt, ob man ein Mahnmal erreichen kann. Sicher ist aber, dass sich die Kirchen selbst auflösen werden. Viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!
I. O., Öhringen



Referat im Religionsunterricht
Ich muss diese Initiative sehr loben! Ich bin auf diese Webseite über den Suchbegriff »Kreuzzüge« gelangt, weil ich ein Referat an meiner Schule (Gymnasium) im Fach Religion halten muss. Ich wählte das Thema Kreuzzüge, weil ich der Kirche sehr kritisch gegenüber stehe und der Meinung bin, dass derartige Verbrechen die »durch Gott« legitimiert sind, unfassbare Verbrechen an der so gepredigten Menschlichkeit sind! Kaum einer weiß etwas darüber, und ich will die Gelegenheit nutzen, um wenigstens meinen Klassenkameraden deutlich zu machen, wie grausam die Kiche war/ist. Wenn ich bedenke, wieviel Geld für Mahnmale ausgegeben wird, für Ereignisse, die nicht annähernd, qualitativ wie quantitativ, so unfassbare Ausmaße annahmen,ist es an der Zeit, endlich auch ein paar Millionen für die Opfer der Kirche auszugeben. Das Problem das ich dabei sehe, spiegelt sich im Wiederstand der Kirchen wieder. Noch immer verfügen sie über ausreichend Macht und Einfluss, um die zuständigen Politiker und Geldgeber unter Druck zu setzen. Schließlich lässt ein Mahnmal, auf das die gesamte Öffentlichkeit aufmerksam gemacht wird (Meldungen in den Fernsehnachrichten) die Kirche in einem sehr schlechten Licht erscheinen. Ich bitte um Antwort, wie ich diese Aktion besser unterstützen kann! Wenn das Mahnmal steht, werde ich jubeln!
F. L., Bruchhausen-Vilsen



Aufklärung über Jubeljahr 2000
Es ist gut und wichtig, dass Sie über Jubeljahr 2000 aufklären.
R. M., Berlin



Toll, dass es euch gibt!
Toll, dass es euch gibt! Macht weiter so! Habt ihr auch Infos über die neuere Geschichte? Z.B. politische Einmischung in Polen (ich hörte was von 30 Mio., einem vermuteten Mord an einem Bankmenschen in London, der das Geld einschleuste). ... Und falls ihr es nicht selbst mitbekommen habt, Ostern 1999 - etwa Bombardierungsbeginn Jugoslaviens - in einer Osterpredigt im Deutschlandfunk oder Deutschlandradio Berlin: »... Und beschütze die Unsrigen, die im Kosovo im Einsatz sind«. E. K., München

Endlich die Fakten gefunden

Vielen Dank für diese Seite! Hier habe ich endlich die Fakten gefunden, um meine Meinung begründen zu können und sie mit Fakten zu unterlegen.
M. A., Nossen


Reaktionen International
Exemplar in Italienisch
Ihre Beiträge gefallen mir. Bitte ein Exemplar in Deutsch und ein Exemplar in Italienisch. Vielen Dank. Dr. U. A., Italien



Aus Polen: Antiklerikale Initiative
Wir freuen uns sehr über Kontaktaufnahme mit Ihnen. Ihre Initiative halten wir für sehr interessant und nötig. Ich wollte gerne bei Ihnen die Abo-Bestellung von Ihrer Zeitschrift bestätigen. Wir sind eine antiklerikale Initiative aus Lotz in Polen. Über einen Gedanken- und Materialaustausch würden wir uns sehr freuen.
R. K., Chefredakteur



Aus Holland: Initiative Mahnmal wichtig für Gerechtigkeit in Deutschland
Wir verstehen die Initiative MAHNMAL als positiv für Deutschland. Noch viel ist zu tun, damit mehr Gerechtigkeit wiederkehrt in Deutschland. Weitere Informationen zum Mahnmal für Kirchenopfer möchten wir gerne empfangen.
Dr. P. P. H., Holland



Aus England: Schutz der Kinder vor Missbrauch durch Priester
In meiner Heimat herrscht zur Zeit eine heftige Diskussion über die heutigen Opfer der Kirche - die Kinder. Deswegen wird von der Regierung in jeder katholischen Gemeinde jemand zum Schutz der Kinder eingesetzt. THE GUARDIAN, Wednesday April 18, 2001: The Roman Catholic church was told yesterday that it must appoint child protection representatives in every parish in England and Wales to head off the wave of criticism that has broken over the church after series of high-profile abuse cases involving clergy. (...) Everyone working in the church - staff, volunteers and clergy - will be subjekts to police checks and all applicants will be asked to disclose details of any criminal offences against children and young people...
P. D., Menz (England)



Aus Algerien: Abschlussarbeit über Geschichte der Kirche
Ich bin pro und das interessiert mich viel, denn meine Abschlussarbeit im nächsten Jahr wird über die Geschichte der Kirche und die Krise der christlichen Einheit sein. Wir sollten viel arbeiten, um den Frieden in der ganzen Welt zu realisieren.
S. K., Algerien


Vereinnahmung durch die Kirchen
Taufe - traumatisches Erlebnis
Einem Säugling gießt man Wasser über den Kopf. Das schockartige Unbehagen durch das kalte Wasser, die Trennung von der Mutter durch den Taufpaten und die ungewohnte Umgebung gibt dem Kleinkind das Gefühl von Hilflosigkeit. Dieses Empfinden verbindet sich unzertrennlich mit der Akustik des Glockengeläutes von der Zeremonie zu einem psychologischen Bild. Dieses Bild setzt sich unauslöschlich im Gehirn fest und wird ca. alle 7 Jahre erneuert (Erstkommunion, Firmung, Hochzeit).
H.B. aus St.

Diskriminierung durch die Kirchen
Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt
Kirchlich nicht gebundene Menschen sind auch auf dem Arbeitsmarkt diskriminiert. Z.B. werden in katholischen Krankenhäusern, Kindergärten etc. nur »Gläubige« eingestellt. Wo ist die Toleranz, deren Fehlen z.B. in Teilen der islamischen Welt (zu Recht - siehe Afghanistan) angekreidet wird?
H.-D. H., Münster



Moderne Inquisition durch Sektenjäger
Bitte berücksichitgen Sie auch in Ihren Publikationen die moderne Inquisition, durch die Sektenjäger Menschen zwar nicht physisch, aber gesellschaftlich und wirtschaftlich ruinieren. Man sollte der Öffentlichkeit klar machen, dass allein dieses Wort »Sekte« als Kampfwort wirkt, das es dem Benutzer erspart, sich mit Inahlten auseinandersetzen zu müssen. Die meisten Leute fallen auf diese Taktik herein. Sie hören oder assoziieren den Begriff »Sekte«, und schon sind alle Türen verschlossen. W., Konstanz



Arbeit nur für Katholiken?
Ich hatte ein Vorstellungsgespräch an einer kath. Heilerziehungspflegeschule. Es wurden alle Bewerber vor die Wahl gestellt, ob sie am erzieherischen Religionsunterricht teilnehmen wollen. Wenn nicht, »dann soll man es gleich bleiben lassen«, so der Schuldirektor wörtlich. Auch weiß ich von Krankenschwestern, daß diese im Arbeitsvertrag folgende Kündigungsgründe unterschreiben mußten: Austritt aus der kath. Kirche, Wilde Ehe, uneheliches Kind.
M. R. aus W.



Aus der Kirche ausgetreten!
Die Idee mit dem Mahnmal für die Opfer der Kirche möchte ich mit meiner ganzen Kraft unterstützen, da ich selbst miterlebt habe, wie intolerant und menschenverachtend die Kirche heute noch mit Andersgläubigen umgeht. Ich selbst wurde durch Kampagnen der Kirchen derart betroffen, dass ich sogar erhebliche finanzielle Einbußen erlitt, indem ich Kunden wegen meines Glaubens (ich bin aus der Kirche ausgetreten) verloren habe. Eigentlich geht mein Glaube meine Kunden nichts an; wenn sie jedoch gezielt von den Kirchen aufgefordert werden bei diesem oder jenem nicht mehr zu kaufen, nur weil er ein anderes Gebetsbuch hat, so erinnert mich das stark an die Aufforderung »Kauft nicht beim Juden«! Ich halte das Mahnmal für dringend notwendig, da sich die Geschichte bereits zu wiederholen beginnt!
M.W. aus R.


Sexueller Mißbrauch
Viel mehr sexuelle Vergehen
Als frühere Kriminalbeamtin weiß ich, daß z.B. die Zahlen über kirchliche »Würdenträger«, die sich sexuell danebenbenehmen, viel zu tief angesetzt sind. Hören Sie sich doch mal in Ihrem Bekanntenkreis um. Jeder hatte entsprechende eigene Erlebnisse oder war Zeuge davon. Und noch etwas: Kein Außenstehender weiß, was so ein Kleriker in Deutschland verdient. Vielleicht sollte man mal veröffentlichen, wie hoch die Einkünfte eines ganz normalen evangelischen Pfarrers der Bayerischen Landeskirche sind. Ich schätzte diese Herren immer als arme Schlucker ein; dem ist nicht so.
G. Z. aus B. T.

Vorfahrin vergewaltigt und verbrannt
Sehr gerne sende ich Ihnen eine Kopie betreffs meiner Ahnin Anna Bayer zu, welche 1592 als »Hexe« verbrannt und - da sie über ein Jahr im Kerker war - von den Folterknechten der Inquisition vergewaltigt wurde, ehe sie lebendig verbrannt wurde. Archiv-Text: „1592 wurde Anna Bayrin als Hexe verbrannt, und als man sie zerhacken wollte, kam aus ihrem Leib ein handlanges Kind heraus.“ Dem Gefängniswärter Caspar Sailer, der die Frau 27 Wochen unter Aufsicht hatte, wurden die in einem solchen Fall vorgesehenen Leibstrafen erlassen.
Es ist himmelschreiend, daß für alles Geld zur Verfügung steht, aber für hunderte von Millionen grausamst gefolterter, enteigneter und bei lebendigem Leibe verbrannter Unschuldiger kein Mahnmal errichtet wird, ja sogar von der Bayerischen Staatsregierung totgeschwiegen wird. Ich hoffe, es tut sich da etwas in Bälde?
S. B. aus M.



Keine Religionsfreiheit in den Medien
Ich möchte auf einen weiteren Missstand aufmerksam machen: Die Medien sind normalerweise eine wichtige Säule der Demokratie. Sie haben u.a. die Aufgabe, die Politik aus einer unabhängigen Position zu analysieren und zu kommentieren; sie sollten eine Kontrollfunktion haben. Nicht selten sind Politiker in den Räten auch Katholiken und Protestanten, wodurch auch im Bereich Medien die Religionsfreiheit nicht mehr garantiert ist.
M. R. L. aus M.



Besserung und Buße
Wenn die Kirchen ständig Unrecht in der Welt anprangern, dann sollten sie erst einmal ein ständig sichtbares Zeichen eigener Besserung und Buße setzen. Und man sollte endlich aufhören, die Verbrechen kirchlicher Obrigkeiten so als gelegentliche Ausrutscher unter den Teppich zu kehren. Eine Scheinheiligkeit ohnegleichen!
W. N. aus N.





Obelisken zurückgeben
Das Mahnmal sollte nicht in Deutschland, sondern in Rom als Ursprungsort des schrecklichen, über Jahrhunderte währenden Terrors errichtet werden. Dabei böte sich an, den von den Ägyptern gestohlenen Obelisken wieder an die rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben und an seiner Stelle mitten auf dem Peterplatz das Mahnmal für die Opfer aller Kirchen zu errichten. Da wir Deutschen gewohnt sind, immer und überall als Zahlmeister aufzutreten, wäre es sicherlich im Sinn von Frau Süßmuth, wenn Deutschland auch hier den Hauptteil an den entstehenden Kosten tragen würde.
G. N. aus F.



Außerordentlich beeindruckt
Das Podiumsgespräch mit Prof. Mynarek im Hotel Steigenberger in Frankfurt hat uns außerordentlich beeindruckt. Wir hoffen sehr, dass Sie mit Ihrer Initiative großen Erfolg haben.
E. P. aus F.



Lehrreich
Vielen Dank für Ihre Einladung an den Vortrag von Prof. Mynarek. Dieser Abend ist sehr lehrreich gewesen. Für Ihre Initiative »Ein Mahnmal für die Opfer der Kirche« wünsche ich Ihnen viel Erfolg.
L. R. aus W.



Bluttriefender Karren evangelisch und katholisch
Als mündige und steuerzahlende Bürgerin dieses Rechtsstaates fordere ich ein Mahnmal für die Greueltaten der beiden großen Amtskirchen, die begangen wurden - und das im Namen Christi! Lassen Sie es nicht zu, daß der Staat weiterhin vor die bluttriefenden Karren dieser Institutionen gespannt wird - die, wie die Kirchengeschichte beweist, evangelisch und katholisch, aber nicht wahrhaft christlich sind...
E. R. aus L.
(aus einem Brief an verschiedene Politiker)



Schulen: Druck von der Kirche
Ich habe während meiner 30-jährigen Dienstzeit als Grund- und Hauptschullehrerin immer wieder mitbekommen, dass auch auf nicht konfessionell gebundene Schulen von der Kirche Druck ausgeübt wird - sofern Schulleiter dies zulassen. So finden z.B. während der Unterrichtszeit Gottesdienste statt, und man ist als konfessionsloser Lehrer gezwungen, daran teilzunehmen. Es kostet viel Kraft, sich dagegen zu wehren - wie ich es getan habe. Vor nicht langer Zeit erklärte ein evangelischer Pfarrer mir in einem Gespräch über die Ziele des Religionsunterrichts, es dürfe in diesem auf keinen Fall etwas Negatives über die Kirche geäußert werden. Bei mir ist der Eindruck entstanden, daß die Kirche immer noch versucht, ihre Schäfchen zu verdummen.
B. v. R. aus A.



Zusammenschluss
Gestern hat man mir auf dem Marienplatz ein Flugblatt Ihrer Organisation in die Hand gedrückt. Natürlich wusste ich, dass viele Menschen - genau wie ich - mit dem Tun und auch Unterlassen der Kirche damals und heute nicht einverstanden sind, doch dass es dafür auch einen Zusammenschluss gibt, wo man mehr darüber erfahren kann, weiß ich erst seit gestern...
I. W. aus M.



Volle Unterstützung
In der beigelegten Dokumentation sehe ich, daß Sie auch Unterschriftenlisten führen. Bitte senden Sie davon 25 Listen und 25 Dokumentationen. Sie geben ausgezeichnete Arbeit und ich werde Sie voll unterstützen.
F. V. aus A.



DIE NEUE INQUISITION
- Pflichtlektüre für Journalisten und Abgeordnete
Sehr geehrter Herr Mynarek, ich lese gerade Ihr Buch »Die neue Inquisition«. Ich habe mir gleich noch 4 Exemplare dazubestellt. Ich danke Ihnen für dieses Buch und bin der Meinung, dass jeder Journalist und jeder Bundestagsabgeordnete es lesen sollte.
D. W. aus R.



Schlimmer als die Nazis
Niemand würde heute einer Nazi-Organisation zu Recht die Betreuung eines Kindergartens anvertrauen. Den Kirchen mit ihrer Vergangenheit doch. 120 Millionen Tote weltweit sind dreimal mehr als die Nazis »geschafft« haben. Die Zahlen erhalten noch eine ganz andere Dimension, wenn man sie mit der tatsächlichen Bevölkerungszahl in den jeweiligen Jahrhunderten in Bezug bringt. Für mich ist es wirklich Gotteslästerung, wenn sich der Papst als Gottes Stellvertreter bezeichnet. Wenn es Gott und Teufel wirklich gibt, scheint letzterer, nüchtern betrachtet, doch wohl eher im Bereich der Kirchen zu finden sein.
N. W. aus S.



Kosten für Mahnmal soll Kirche tragen
Ihr müsst mir unbedingt diese Flugzettel zuschicken. Denn ich haben mich in letzter Zeit auch intensiv mit der Kirchengeschichte auseinandergesetzt. Ich bin entsetzt und der Meinung, daß die Kirche die Kosten für das Denkmal zu tragen hat. Ich will meinen Beitrag dazu leisten, weil ich das Gefühl habe, dass die Kirche in den neuen Bundesländern wieder an Einfluss gewinnt.
A. Z. aus D.



Kirche und Jesus nicht dasselbe
Zum Inhalt Ihrer Initiative darf ich anmerken, dass die Greueltaten der Kirche klar zu trennen sind von Jesus und dem Evangelium, da dieser das Gegenteil gepredigt hat. Bitte weisen Sie darauf hin, daß Kirche und Jesus nicht dasselbe sind.
R. B. aus O.



Gegen die Allmacht der Kirchen
Ich finde eure Initiative hervorragend. Ich finde es auch außerordentlich mutig, daß ihr euch gegen die Allmacht der Amtskirchen stellt. Macht weiter so. Ich hoffe, daß Eure Initiative weiterhin den Erfolg hat, den sie verdient. Ich werde einen Brief an einen Politiker schreiben und ein Mahnmal fordern.
K. A. aus K.



Gezielt Personen ansprechen
Nachdem ich Eure Info gründlich gelesen habe, würde ich gern gezielt Personen aus meinem Umfeld zu diesem Thema ansprechen. Zu diesem Zweck wären Handzettel sehr nützlich. Könnte ich bitte etwa 30 Handzettel erhalten?
H. B. aus M.




Kirche und Politik
Brief an den Bundeskanzler:
Auszug: Im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland steht im Artikel 137 Satz 1: »Es besteht keine Staatskirche«. De facto besteht nicht eine Staatskirche, sondern es bestehen mindestens zwei, nämlich die evangelisch-lutherische und die römisch-katholische Kirche. Der Staat zieht die Steuern für diese Vereinigungen ein, er zahlt das Gehalt der Bischöfe und der Militärpfarrer, unterhält die Hochschulen und Hochschuleinrichtungen und zahlt die Gehälter der Professoren und Hochschullehrer. Anhand dieser Latte von Staatsdiensten muss man zwangsläufig von Staatskirchen sprechen. Deshalb bitte ich Sie, diese leidige Angelegenheit endlich einmal anzufassen und nach Möglichkeit zu lösen.
K. A. aus K.



Brief an das Bayerische Staatsministerium
für Unterricht und Kultus:
Schreiben an das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus: »Nachdem in der Hauptstadt Berlin ein Holocaust-Denkmal beschlossen wurde, möchte ich ernsthaft nun auch ein Mahnmal für die Millionen Opfer der Kirche in Vergangenheit u n d der Gegenwart anregen. Ich denke an die blutigen Kreuzzüge und die Inquisition, das Hinmetzeln von sogenannten »Heiden«, die Verfolgung von Ketzern«, ...
L. W. aus N.



Anwort vom Bayerischen Staatsministerium
für Unterricht und Kultus:
»... Die Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und deren Bewertung ist zunächst Angelegenheit der jeweiligen Religionsgemeinschaft. Im übrigen arbeiten Staat und Kirche nach den Vorstellungen der Verfassung in einer Reihe von Materien (Religionsunterricht, Kirchensteuer, etc.) zusammen. Der Freistaat Bayern hat zu den hier tätigen Kirchen ein gutes und vertrauensvolles Verhältnis und schätzt die Leistungen, die die Kirchen für das Gemeinwohl erbringen, hoch ein. Die einseitige Sicht, mit der Sie die Kirchengeschichte betrachten, wird vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus nicht geteilt. Es gibt deshalb auch keinen Grund, auf Ihre Forderung (nach einem Mahnmal für die Opfer der Kirche, Anm. der Red.) einzugehen.«





Erneuter Brief an das Bayerische Staatsministerium:
»Dass es zunächst Sache des Täters oder Verursachers ist, auch wenn es die Kirche ist, sich mit seiner dunklen Vergangenheit auseinanderzusetzen, kann ich beim besten Willen nicht dem Grundgesetz oder der Verfassung entnehmen. Die Kriminalgeschichte des Kirchenchristentums geht als leidvoller Teil unseres Kulturkreises vielmehr mich und alle anderen Christen etwas an. So wie ich informiert bin, gibt der Staat nahezu 300 Millionen DM im Jahr für die Erhaltung kirchlicher Denkmäler aus. Sie sind Experten, deshalb lassen Sie mich bitte wissen, ob eines darunter ist, das an die schlimme Seite der Kirche erinnert.
Die Leistungen für das Gemeinwohl schätzen Sie hoch ein. Ihnen ist aber sicher bekannt, daß sie hierfür nur etwa 8 % ihres Kirchensteueraufkommens ausgeben. Den Löwenanteil für den Betrieb und die Erhaltung kirchlicher gemeinnütziger Einrichtungen finanzieren der Staat und die Nutzer...«
L. W. aus N.


Aus Sicherheitsgründen, um weitere Sachbeschädigungen und Repressalien gegen Sympatisanten der Mahnmalaktion zu vermeiden, haben wir Namen und Ort nur als Initialen abgedruckt.