100.000.000 Tote

»Sie hackten und schnitten den Indianern Hände und Nasen ab und fütterten damit ihre Hunde.«

In den ersten 50 Jahren nach der Entdeckung Amerikas durch die katholischen Spanier waren bereits eine Million Indianer im karibischen Raum zugrunde gegangen - ermordet, durch Zwangsarbeit zu Tode geschunden oder an Infektionen gestorben. Nach 150 Jahren waren in ganz Amerika 100 Millionen Menschen gestorben - über 90 Prozent der Bevölkerung (Südwestpresse, 2.5.92).

Der katholische Theologe Leonardo Boff nennt die Eroberung Amerikas den »größten Völkermord aller Zeiten« (Publik-Forum, 31.5.91).

Spanier massakrierten Indianer grausamst

»Sie hängten zur Ehre und Verherrlichung Jesu und der zwölf Apostel in einzelnen Gruppen je dreizehn Indianer auf, so dass die Füße das Scheiterholz noch gerade berührten. Mit dem Wegbrennen des Holzes zog der Strang langsam zu.«

Die Spanier behandelten die Indianer schlimmer als Tiere und massakrierten sie auf grausamste Weise. Sie erhängten »zur Ehre der Apostel und Jesu Christi«, wie sie sagten, jeweils 13 Indianer über einem Feuer, so dass sie gleichzeitig erstickten und verbrannten. Sie trieben die Indianer in Fallgruben mit spitzen Pfählen, verstümmelten sie oder warfen ihre Kinder lebendig den Hunden vor.

Lieber in die Hölle, als mit Christen im Himmel

Lebendig den Hunden vorgeworfen

Der Kazike Hatuay wurde vor seiner Verbrennung gefragt, ob er sich taufen lassen wolle, um wenigstens in den Himmel zu kommen. Er fragte zurück, ob denn auch Christen in den Himmel kämen. Dies wurde bejaht. »Sogleich und ohne weiteres Bedenken erwiderte der Kazike, dort wolle er nicht hin, sondern lieber in die Hölle, damit er nur dergleichen grausame Leute nicht mehr sehen, noch da sich aufhalten dürfe, wo sie zugegen wären.« (taz, 21.2.87)