Eine interessante Nachricht aus der Neuen Zürcher Zeitung vom 7. August 2009: Sie trägt die Überschrift: Der Papst soll ein Walliser Gelübde ändern, beten für den Aletschgletscher.
Die Bewohnerinnen und Bewohner der Dörfer Fieschertal und Fiesch im Schweizer Kanton Wallis hatten im Jahre 1678 das Gelübde abgelegt, tugendhaft zu leben und gegen das Wachstum des Aletschgletschers zu beten.

Damals hatte der vorrückende Gletscher das Dorf bedroht. Um die Wirkung der Gebete zu verstärken, wurde ab 1862 jährlich eine Prozession durchgeführt.

Ja, aber jetzt hat sich die Situation durch die Klimakatastrophe drastisch geändert, der Gletscher schmilzt immer mehr ab und es besteht die Gefahr, dass die Dörfer bald ohne Wasser sind. Die Dorfbewohner möchten gerne jetzt gegen den Schwund des Gletschers beten.

Was hindert Sie denn daran, dies zu tun?

Laut neue Zürcher Zeitung bedarf es dazu der Genehmigung des Papstes. Die Bürger der beiden Schweizer Dörfer hoffen deswegen auf eine Audienz bei Papst Benedikt im September oder Oktober.

Das ist doch seltsam. Offenbar bestimmt nach dem Glauben dieser katholischen Bürger der Papst darüber, was und wie man beten darf.

Das heißt, der Papst ist verantwortlich sowohl für das Wachstum, als auch für den Rückgang der Gletscher. Also nach dem Glauben der Katholiken auch für den Klima Wandel, oder besser gesagt, die Klimakatastrophe.

So sieht es offenbar auch ein Kommentator dieser Meldung im Internet, wenn er schreibt, Kirche Schuld an Klimawandel. Aber so abwegig ist dies gar nicht.

Vielleicht bewegt sich dieses Beispiel mehr im Bereich des Absonderlichen, aber die katholische Kirche hat wirklich alles getan, um diejenigen zu verhöhnen und zu verspotten, die seit über 30 Jahren vor den Folgen des Raubbaus an der Natur und des bestialischen Umgangs mit den Tieren gewarnt haben.

Jetzt, wo die Katastrophe wohl kaum mehr aufzuhalten sein wird, gibt sich der Vatikan zwar als Bewahrer des Klimas, aber bis vor kurzem hat er überhaupt nichts gegen die Zerstörung und Missachtung der Schöpfungsordnung getan.