Wie AFP meldete habe der Papst dem Wunsch entsprochen und die Bistumsleitung übergangsweise an einen anderenden Erzbischof übertragen.
Wie es heißt, arbeitete der 72-jährige Magee lange Jahre im Vatikan als Privatsekretär für die Päpste Paul VI., Johannes Paul I. und Johannes Paul II.. In Irland stand er seit vergangenem Dezember wegen seines Umgangs mit zwei der Pädophilie verdächtigen Priestern unter Druck. Eine kircheninterne Untersuchungskommission in seinem Bistum prangerte an, durch unpassende Maßnahmen zum Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch durch Geistliche seien die "jungen Menschen" weiterer Gefahr ausgesetzt worden.
Es ist mittlerweile bekannt, dass Enthüllungen über jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch durch geistliche Würdenträger das katholisch geprägte Irland in den vergangenen Jahren stark erschüttert haben. Das Ergebnis einer vom früheren Premierminister Bertie Ahern 1999 eingerichteten Untersuchungskommission steht noch aus; die Fälle reichen bis in die 30er Jahre zurück. Die katholische Kirche in Irland hat bislang an etwa 10.800 Missbrauchsopfer rund 825 Millionen Euro Schadenersatz gezahlt.
Wann ist die Kirche in Deutschland bereit, eine angemessene Entschädigung an die Missbrauchsopfer zu zahlen, die in den 50iger bis hinein in die 70iger Jahre in Heimen, die von beiden Kirchen betrieben wurden, großes Leid erdulden mussten?