Die Angst geht um im Vatikan
Wie die BILD-Zeitung berichtet, sollen die Gendarmen des Papstes nunmehr bewaffnet worden sein. Die Waffen der Schweizer Garde bestehen nach dem Bericht des Blattes aus Pistolen und Sturmgewehren und die Gendarmen müssten nunmehr Schießtraining absolvieren. In den letzten Monaten seien vermehrt Drohungen gegen den Vatikan, besonders im Internet, ausgesprochen worden. Deshalb hätte der Papst nun handeln müssen, berichtet die BILD-Zeitung.

Ob die Bewaffnung wirklich erst jetzt erfolgt ist, erscheint fraglich. Wer bei anderen Informationsdiensten über die Schweizer Garde recherchiert, erfährt, dass die Garde nicht nur mit Hellebarden und Schwertern, sondern auch mit Pistolen und Sturmgewehren bewaffnet sei. So jedenfalls das Informationsportal Italien aktuell.

Wenn sich Staatspräsidenten mit bewaffneten Leibwächtern umgeben, um sich im Falle eines bewaffneten Angriffs zu wehren, mag das selbstverständlich sein. Wenn dies allerdings einer tut, der sich wie der Papst als Stellvertreter Christi bezeichnet, wirkt das befremdlich. Kann man sich vorstellen, dass Jesus von Nazareth eine Leibgarde beschäftigt hätte, die mit Pistolen und Sturmgewehren bewaffnet ist? Jesus sagte bekanntlich: „Wer zum Schwert greift, kommt durch das Schwert um.“ Und daran hielt Er auch fest, als Er selbst zu Tode bedroht war und Petrus Ihn mit dem Schwert verteidigen wollte.