Das Ausmaß sexuellen Missbrauchs in der Kirche ist viel größer!

„Wir können die Zahl der Opfer gar nicht überschauen“ titelte Spiegel online am 02.03.10. Die Meldungen über sexuelle Übergriffe auf Minderjährige durch katholische Priester reißen nicht ab. Täglich werden neue Skandale bekannt. Immer mehr Betroffene trauen sich seit bekannt werden der ersten Fälle am Cansinius Gymnasium nun an die Öffentlichkeit.

„Die Zahl der Opfer ist nicht mehr zu überschauen“ erklärte die Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder Monika Tschapek-Güntner der „Berliner Zeitung“. Rund 70% der 450 Vereinsmitglieder hätten sexuellen Missbrauch in einem Erziehungsheim erlitten. „Cirka 80% unserer Mitglieder waren in katholischen Heimen“, erklärte Frau Tschapek-Güntner.

Entgegen der Großzahl der Missbrauchsfälle gab es im Benediktinerkloster in Ettal, Sachsen, personelle Konsequenzen. Zwei Padres seien jetzt von ihren Aufgaben am Kloster in Wechselburg entbunden worden. Einer der Benediktinermönche war bis zu seinem Wechsel nach Sachsen als Erzieher im Ettaler Internat tätig. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) fordert mehr Rechte für die Opfer sexuellen Missbrauchs, denn die Entschädigungsansprüche verjähren bereits 3 Jahre nach dem 21. Geburtstag eines Opfers. Die Wunden sitzen zu tief und „diese Zeit sei oft zu kurz“ sagte die Justizministerin der „Berliner Zeitung“. Da die aktuellen Missbrauchsfälle in katholischen Schulen schon Jahrzehnte zurücklägen, soll sich ein Runder Tisch zusammen finden und sich auf Zahlungen einigen – als „Zeichen an die Opfer“.

Die katholische Kirche gibt vor, christlich zu sein. Doch was zur Zeit ans Tageslicht kommt, hat mit Christus und Seiner Lehre nichts zu tun.